Klosterruine
KlosterruineVersäumen Sie nicht einen Besuch im Klosterbezirk Hude.

Rund 770 Jahre nach dem Bau des Zisterzienserkloster Klosters Hude zeugen nur noch Fragmente von dem ehemals bedeutenden Bauwerk. Die Klosterruine lässt seine ursprünglichen Ausmaße heute nur noch erahnen.

Das im Jahr 1232 in Hude gegründete Zisterzienserkloster ist ein Baudenkmal von besonderer kultureller Bedeutung. Den imposanten Mittelpunkt der Anlage bilden die Überreste der ehemaligen Klosterkirche, die im 16. Jahrhundert zum Abbruch freigegeben wurde.
Vorhanden sind weiterhin das Abthaus, heute Wohnhaus der Familie von Witzleben und die Torkapelle, die heutige Elisabethkirche mit freigelegter Malerei sowie das Brauhaus, heute Klosterschänke und die Wassermühle, heute Galerie.

Der Klostersaal, zwischen Abthaus und Klosterruine beheimatet eine Ausstellung zur Geschichte des Klosters in Hude. Im gleichen Gebäude befindet sich das Klosterkleeblatt, in dem Kunsthandwerk zu sehen ist. Kernpunkt ist das Modell der Klosteranlage.
Der Klostersaal wird von den Freunden des Klosters Hude betrieben, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Geschichte des Klosters Hude darzustellen und für den heutigen Betrachter aufzuarbeiten.

Neben dem Modell sind verschiedenste Ausstellungsstücke und Ausgrabungsstücke aus dem Klosterbezirk zu sehen. Dazu wird die Ausstellung ergänzt von Karten und Informationen über den Zisterzienserorden, der das Kloster in Hude errichtet hat. Ein Informationssystem zeigt u. a. eine dreidimensionale Nachbildung der ehemaligen Klosterkirche und enthält eine Vielzahl von Informationen über das Kloster. In einem kleinen Film sind auch Luftaufnahmen des Klosters zu sehen.

1232 entwickelte sich das Zisterzienserkloster schnell zu einem wirtschaftlichen, politischen und geistigen Zentrum im östlichen Teil der Grafschaft Oldenburg. Aber auch mit dem Bistum Bremen war es eng verbunden.
Über den in ganz Europa verbreiteten Orden bestand zudem ein wirtschaftlicher und geistiger Austausch, der weit über unsere Region hinausreichte.
In seiner Blütezeit war das Kloster Hude so reich, dass es sogar der reichen Stadt Bremen Darlehen gewähren konnte.
Zwischen 1250 und 1450 war die Klosterkirche Grablege der Oldenburger Grafen. Bald nach der Reformation begann der wirtschaftliche Niedergang. Im Jahr 1530 wird das Kloster aufgegeben und dient fortan als Steinbruch für die Umgebung.
Im Jahr 1687 kauft die Familie von Witzleben die Anlage mit Ausnahme der Torkapelle, die inzwischen die evangelische Kirche geworden war.

Durch umfangreiche Restaurierungsarbeiten von 1983 bis 1994 konnte das Kloster wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Von 1995 bis 1998 wurde das Umfeld der Klosterruine der neuen Situation angepasst.

 
Die Fresken in der St. Elisabeth- Kirche. Ein Kirchenbesuch mit großer Brennweite: Kommen Sie doch näher!
 
Für Gäste und Bewohner Hudes bietet das Team der Gästeführer ein reichhaltiges Angebot.